Aktuell

Deklaration von Futtermitteln Teil 2

„Dog Food“ von Jason Meredith - Flickr.Bildquelle „Dog Food“ von Jason Meredith – Flickr.

Im 2. Teil der Artikelserie zu den Deklarationen von Fertigfutter geht es um die 3 verschiedenen Möglichkeiten der Deklaration. Diese sind:

  • Die geschlossene Deklaration
  • Die halboffene Deklaration
  • Die offene Deklaration

Diese Bezeichnungen lassen (entgegen zu denen im Teil1 Deklarationen von Futtermitteln) schon einen recht guten Schluss auf ihre Aussagekraft zu. Leider lässt sich für die normalen Verbraucher aber gar nicht auf den ersten Blick erkennen, welche davon denn nun zur Anwendung gekommen ist. Deshalb werfen wir jetzt mal einen näheren Blick auf jede einzelne:

1. Die geschlossene Deklaration

Bei der geschlossenen Deklaration werden nur die Gruppenbezeichnungen verwendet. Also z.B.:

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Gemüse, Getreide, Mineralstoffe.

Diese Gruppen dürfen keine prozentualen Mengenangaben haben, da dies nur für Einzelzutaten erlaubt ist. Aus dieser Deklaration kann ich quasi überhaupt keine Rückschlüsse ziehen, was denn nun in dem Futter verarbeitet wurde. Lediglich die Reihenfolge der Zutaten gibt Aufschluss darüber, welche Zutaten mengenmäßig am meisten vertreten sind, da die Aufzählung ja (erinnerst du dich?) der Menge nach in absteigender Reihenfolge erfolgen muss.

Ich rate dringend davon ab, ein Futtermittel zu kaufen, das mit dieser Deklaration ausgestattet ist. Denn die Frage, die sich natürlich stellt, ist: Wieso benutzt der Hersteller denn diese Art der Deklaration und nicht eine offene?

2. Die halboffene Deklaration

Hier wird zwar zunächst in den Gruppen deklariert (wie bei der geschlossenen), es werden dann jedoch einige wichtige Einzelzutaten prozentual genannt. Nun lässt sich zumindest teilweise erkennen, was im Futter enthalten ist (denn das, was genannt ist, MUSS natürlich den Tatsachen entsprechen). Auf der Verpackung steht dann z.B.:

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (20 % Wildfleisch, 10 % Geflügelfleisch), Gemüse (10 % Möhren), Getreide (5 % Reis).

Wie du siehst, wissen wir jetzt zumindest schon mal, dass „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” Mengenmäßig am meisten vorhanden sind, dass Wildfleisch und Geflügelfleisch verarbeitet wurde und auch dass Möhren und Reis verarbeitet wurden. Trotzdem bleibt noch so einiges offen.

Wie hoch ist der Gesamtanteil vom Fleisch?

Wie hoch sind überhaupt der Fleischanteil und der der sogenannten tierischen Nebenerzeugnisse? Und was wurde sonst an Fleisch, Gemüse und Getreide verarbeitet? Reagiert ein Hund z.B. empfindlich oder gar allergisch auf Mais, lässt diese Deklaration keinen Schluss darauf zu, ob in diesem Futter Mais vorhanden ist.

Also, was schließen wir daraus? Ganz klar, auch diese Art der Deklaration ist nicht geeignet zu erkennen, was im Futter drin ist und ein Futter mit dieser Deklaration sollte man im Geschäft stehen lassen. Denn auch hier muss man sich ja wieder die Frage stellen: Was hat der Hersteller zu verbergen?

Hundefutter

So nicht!!

3. Die offene Deklaration

Diese Art der Deklaration stellt die einzige akzeptable Art der Deklaration von Futtermitteln dar. Es werden ALLE Einzelzutaten aufgelistet, auch hier in absteigender Reihenfolge. Ich kann also genau erkennen, was im Futter ist und welche Zusammensetzung besteht. Ob die Einzelzutaten noch mit Prozentzahlen ausgestattet sind, bleibt den Herstellern überlassen. Ein Hersteller, der ABSOLUT nichts zu verbergen hat, wird das Futter auch mit diesen Zahlen ausstatten. Eine OPTIMALE Deklaration sieht also so aus:

20 % Rinderfleisch, 11 % Rinderlunge, 10 % Rinderherz, 10 % Rinderleber, 10 % Rinderpansen, 10 % Fisch, 5 % Euter, 5 % Karotten, 4 % Haferflocken, 0,04 % Rapsöl

Wenn du jetzt zusammen rechnest, kommst du aber nicht auf 100 %, oder? Erinnerst du dich, im letzten Beitrag habe ich dir erklärt, dass Wasser nicht als Zutat aufgelistet werden darf, da es ein Hilfsmittel darstellt. Das Wasser (das im Herstellungsprozess als sogenannte Zellflüssigkeit durch den Garvorgang entsteht) stellt die restliche Menge dar. Und voilà, habe ich eine Deklaration, die völligen Aufschluss darüber gibt, was im Futter genau enthalten ist.

Leider wird diese Art der Deklaration aber nur selten von den Herstellern angewendet.

Du als Käufer hast aber entscheidenden Einfluss darauf, dass sich das ändert. Jetzt, da du weißt, wie die Deklaration funktioniert, kannst du darauf verzichten, Futter zu kaufen, das nicht ordentlich deklariert ist. Und so zeigen, dass du weißt, wie der Hase läuft.

Wenn du das nächste Mal eine Dose in der Hand hast, die nicht ordentlich deklariert ist, frage dich doch einfach, was der Hersteller denn wohl zu verbergen hat …

Hier geht es weiter: Deklaration von Futtermitteln Teil 3

Hier kannst du teilen ...Print this pageShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone

Hinweis zu den Texten

Alle meine Empfehlungen und Ausführungen wurden sorgfältig recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Im Einzelfall benötigt es immer auch die Betrachtung der individuellen Umstände und es muss entsprechend eine individuelle Vorgehensweise gewählt werden. Im Zweifelsfall sollte Unterstützung und Rat an entsprechender Stelle gesucht werden.

Futterplanbestellen5
Über Anke (147 Artikel)
Hallo, ich bin Anke, Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe hier über die Ernährung, aber auch weitere spannende Themen rund um Hunde. Auf www.deinfuttercheck.de biete ich individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.

15 Kommentare zu Deklaration von Futtermitteln Teil 2

  1. Wieder einmal sehr spannend und informativ. Und auch, wenn wir fast nichts kaufen und selber koche und trocknen ist es gut diese Kenntnis zu haben und an andere Hundebesitzer weitergeben zu können…
    Gibt es eigentlich keine gesetzliche Vorschrift, die die Mindestangabe auf den Futterpackungen regelt? Ist doch sonst alles irgendwo vorgeschrieben.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Hallo liebe Sabine,

      weitergeben ist eine gute Idee :-) … Und selber machen sowieso.

      Zu den Gesetzen: Doch, quasi alles von mir genannte muss auf den Verpackungen stehen. Und noch ein paar andere Punkte. Alles in allem das folgende:

      – Futtermittelart (Also z.B. Alleinfuttermittel)
      – Die Tierart / Kategorie (z.B. für Hunde)
      – Name und Anschrift des Herstellers
      – Inhaltsstoffe
      – analytische Bestandteile
      – Feuchtgehalt
      – Zusammensetzung
      – Kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe
      – eine sogenannte Kennnummer der Partie
      – Nettomasse
      – Mindesthaltbarkeitsdauer
      – Hinweise zur sachgerechten Verwendung / Fütterungsempehlung

      Weiter ist verpflichtend, dass die gemachten Angaben den Tatsachen entsprechen. Außerdem muss eine der 3 verschiedenen Möglichkeiten der Deklaration Anwendung finden, was aber für die Hersteller genügend Schlupflöcher bietet. Ich finde gerade diesen Teil wichtig für Hundehalter, da einem klar ist, wenn jemand die geschlossene Deklaration benutzt, hat er etwas zu verbergen.

      Ich freue mich natürlich sehr, dass auch dieser Beitrag dir wieder gefallen hat. Hast du den Beitrag denn gehört oder gelesen? Mich würde brennend interessieren, wie das mit dem hören so ankommt. Ob das positiv aufgenommen wird, oder ob es eher uninteressant ist.

      Wünsche euch ein schönes Wochenende, hoffe Socke geht es besser …

      Liebe Grüße
      Anke

      • Herzlichen Dank für Deine Erläuterungen. Ist ja wirklich eine Wissenschaft für sich…Schon, dass Du uns das alles so gut aufbereitest..

        Ich habe es gelesen. Aber gerne höre ich es mir an und gebe Dir ein Feedback. Nicht heute, aber sicher in den naächsten Tagen. Denn ich bin sicher ich werde es mir öfter anhören.

        Viele liebe Grüße
        Sabine mit Socke

  2. Liebe Anke,

    ich finde diese Beiträge zum Thema Deklaration sehr interessant. Allerdings kann ich nicht allem ganz zustimmen. Ich kaufe Bio-Futter für meinen Hund, ich finde es ist sehr hochwertig und sie Deklarieren wie folgt: 65 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (Pute), 28,8 % Trinkwasser, 3 % Kartoffeln, 2 % Spinat, 0,7 % Mineralstoffe, 0,5 % Sonnenblumenöl.

    Da ich mich selbst ausgiebig mit diesem Thema befasst habe, weiß ich, dass diese DEklaration offen und mehr als ehrlich ist. Denn kein Hersteller kann garantieren dass am “Koch-Tag” 10 % Rinderlunge, 11 % Rinderherz vorhanden sind – es gibt hier im Bio-Bereich starke Schwankungen. Deswegen finde ich diese Art der Deklaration viel ehrlicher, denn es wird mir nichts aufgezeigt, was nicht drin ist.
    Tierische Nebenerzeugnisse, die von den meisten ja verrufen sind, entsprechen letztendlich den Innereien und nichts anderes. Zudem finde ich den Hinweis mit dem Wasser sehr wichtig, denn so sehe ich wirklich wie viel Fleisch enthalten ist. Viele lassen das Wasser nämlich nicht einfach weg, sondern rechnen es dem Fleischanteil zu und schwupps kommt man auf 80 % Fleisch – was stuzig machen sollte!
    Was ich noch erwähnenswert finde: Nur weil “Rind” auf einem Produkt steht, muss noch lange nicht “Rind” enthalten sein. Steht auf einem Produkt “mit Rind” müssen immerhin 4 % den Fleisches Rindfleisch sein – der Rest ist billiges Schweinefleisch. Und dass Vierbeiner mehrere Fleischsorten eigentlich nicht so gut vertragen sollte klar sein.

    Sorry, jetzt ist das recht lang geworden, wollte ich eigentlich gar nicht :)

    Dennoch finde ich deine Beiträge wirklich super und gut durchdacht… Und gerade für unerfahrene Hundebesitzer einfach klasse!!!

    • Hallo liebe Simone,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich immer, wenn ich (ruhig auch etwas längere) Meinungen von meinen Lesern erhalte, so sehe ich ja, sie haben sich mit dem Inhalt des Artikels auseinander gesetzt.

      Ich kann dir aber nicht so ganz folgen …

      Zum Bio-Futter, finde ich natürlich super, dass du bio auswählst!! Aber – das: “77 % Huhn (Hals, Herz, Magen, Leber)” ist z.B. auch die Deklaration von einem Bio-Futter. Wieso sollte das nicht gehen? Ich möchte schon wissen, was GENAU im Futter drin ist. Und du hast recht, wenn drauf steht “mit Rind” brauchen nur 4 % enthalten sein. Noch besser wird es, wenn drauf steht “Mit Rindgeschmack”, dann braucht sogar überhaupt kein Rind drin sein, sondern lediglich ein Geschmacksstoff. Die Futtermitteldeklaration ist sehr tükisch, da muss man oft sehr aufpassen ..

      Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse sind aber nicht nur Innereien, Originaltext aus dem Gesetz:

      “Alle Fleischteile geschlachteter warmblütiger Landtiere, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht sowie alle Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere”.

      Innereien sind eigentlich gar nicht verrufen, vor allem in der Frischfütterung (barf) sind sie sogar sehr beliebt. Meine Hunde bekommen oft Pansen und Co. Aber es sollte auf der Dose drauf stehehn, damit ich weiß, ob ich meinem Hund nun Innereien fütter, oder Schlund, oder Muskelfleisch … Manchmal ist das ja auch relevant, z.B. können Innerein belastet sein, Schlund hat eventuell Hormone mit drin. Auch der Feuchtgehalt variiert, je nach Fleischsorte. Wasser im Futter fällt übrigens unter die Verarbeitungshilfsstoffe und muss deshalb nicht deklariert werden. Wenn man aber die Zutaten in einer genauen Auflistung hat, weiß man Bescheid. Im Fleisch selber ist ja auch noch mal Wasser enthalten, Muskelfleisch enthält z.B. etwa 70 % Wasser.

      Vielen Dank für dein Lob, darüber freue ich mich ebenfalls :-D

      Liebe Grüße
      Anke

  3. Hallo Anke,
    sehr informativer Artikel! Wirklich klasse!
    Ich beschäftige mich auch sehr mit Futterauswahl für mein Liebling.
    Und habe vor kurzem ein Futter entdeckt und bin der Meinung, dass dieses Futter gut ist. Aber die Deklaration… Bin jetzt etwas verunsichert.
    Der Hersteller deklariert wie folgt:
    Zusammensetzung: Fleischanteil 70% – Rindfleisch ( Muskelfleisch, Pansen, Herz, Schlund, Leber), Karotte, Zucchini, Gurke, Amaranth, Original Kanne Brotsäurebakterien und Enzyme, Eierschalen, Meersalz

    Der Hersteller produziert selbst und dieses Futter gibt’s, meines Wissens, nur per Online direkt beim Hersteller oder direkt vor Ort beim Hersteller.
    Das schreibt noch der Hersteller auf seine Internetseite:
    Der Fleischanteil besteht zum größten Teil aus Muskelfleisch und einem kleineren Anteil Innereien. Schnäbel, Füße und andere minderwertige Schlachtabfälle werden nicht im Hundefutter verarbeitet.
    Ich spreche hier von Paribal-Futter.

    Ist diese Deklaration deiner Meinung nach in Ordnung?

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Galyna

  4. Hallo Galyna,
    “Wir sind der einzige Futterhersteller, der alle angebotenen Produkte selbst herstellt” … diese Aussage finde ich etwas merkwürdig, ein Futterhersteller stellt Futter her :-D . Wer soll das Futter denn sonst herstellen? Und kleine Betriebe gibt es eine ganze Reihe, wo quasi alles in einer Hand liegt. Die Deklaration finde ich so nicht wirklich korrekt, da die Mengenangaben ja fehlen. Vor allem bei den Ergänzungen finde ich es wichtig, dass man nachvollziehen kann, wieviel tatsächlich drin ist. Nach meinem Geschmack ist der Fleischanteil auch etwas arg hoch. Und die Brotsäurebakterien im Futter finde ich auch nicht so gut und es fehlen Informationen dazu, was die Brotsäurebakterien da drin sollen (weiß ja nicht jeder). Mir ist außerdem nicht klar, ob das Futter nun erhitzt wurde, oder nicht, lange haltbar ist es ja nicht. Aufgrund des enthaltenen Brottrunks bin ich mir auch nicht sicher, ob das Futter wirklich glutenfrei ist …
    Hoffe, das hilft, ist aber natürlich nur meine Sicht.
    Liebe Grüße
    Anke

  5. Hallo Anke,
    vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja, du hast Recht. Die Aussage “Wir sind der einzige Futterhersteller, der alle angebotenen Produkte selbst herstellt” ist schon merkwürdig…
    Und mit der Deklaration bin ich auch nicht wirklich zufrieden…
    Eigentlich bin ich auf Paribal-Futter durch Hirtengold gekommen .
    Hirtengold-Futter wird ja in der Produktionsstätte von Paribal produziert. Und dann dachte ich mir, Sarah von Hirtengold hat diese Produktionsstätte nicht umsonst ausgewählt. Bevor sie sich für diese entschieden hat, hat sie sehr viele Produktionsstäte besucht.
    Deshalb habe ich gedacht, dass das Paribal-Futter, trotzt nicht so genauere Deklaration, gar nicht so schlecht sein wird.
    Ich habe auch das Hirtengold gefüttert. Und bin sehr begeistert von diesem Futter, aber leider nicht mein Hund :-(
    Ich muss sagen, er hat dieses Futter eine Woche gut gegessen. Danach wollte er es nicht mehr fressen. Deshalb habe ich dann noch Paribal bestellt. Im Moment frisst er das Futter relativ gut.
    Er ist auch sehr problematisch was Futter angeht….
    Ich habe schon so viele Futtersorten und Marken ausprobiert (ich spreche hier nicht von billiges Futter aus dem Fressnapf & Co). Und habe leider immer noch nicht das richtige gefunden. Auch mit BARF hat nicht geklappt… Selber kochen auch nicht….
    Oder er brauch Abwechslung…
    Es bringt auch nichts ihn hungern zu lassen, nach der Moto: er wird schon fressen, wenn er Hunger hat. Ja er frisst dann spät abends aus Hunger, aber dann nur so ca. 20 Gramm (er wiegt 2,5 Kilo) und das dann auch ohne Appetit.
    Bei ihm muss auch schon min. 70% Fleisch drin sein, sonst frisst er es nicht.
    Die Info, was die Brotsäurebakterien im Futter sollen, hätte ich auch gerne gehabt. Habe ich dann auch erst mal recherchieren müssen :-).
    Mein Hund Simba hatte Dünndarmentzündung gehabt und die Darmflora war im Eimer. Seit dem ich ihm das Kanne Enzym-Fermentgetreide gebe (bin ja durch Paribal auf das Zeug aufmerksam geworden), hat er keinen Durchfall mehr, sein Kot hat nur noch eine Farbe und die Konsistenz ist auch super. Ich habe vieles ausprobiert, nichts hat geholfen… Ich habe auch nicht für möglich gehalten, dass das Zeug helfen kann. Und siehe da…. Seit dem geht’s Simba sehr sehr gut. Ich persönlich bin von Kanne Enzym-Fermentgetreide begeistert. Ich habe gelesen, dass sogar Hunde mit Allergien damit keine Probleme haben.
    Trotzdem finde ich sehr schade, dass Paribal nicht ganz offen Deklariert….

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Galyna

    • Hallo Galyna,
      ich bin jetzt grad etwas verwirrt … Hirtengold lässt in Werne produzieren? Bist du sicher? Hirtengold sitzt doch in München … Was Kanne Brottrunk betrifft, ja natürlich, da sind ja Milchsäurebakterien drin, die sind natürlich sehr gut für die Darmflora. Gibt noch mehr, was man da gut füttern kann: Pansen, Blättermagen, Naturjoghurt, Buttermilch, Sauerkraut. Wenn dein Hund das Paribal frisst, gib es ihm ruhig weiter, es ist ja jetzt auch nicht soooo schlecht. Du kannst es ja außerdem aufwerten, indem du immer mal frische und gesunde Komponenten ergänzt (wie z.B. Milchprodukte). Hast du schon Fangocur probiert? Das ist eine Art Heilerde, die sowohl Schadstoffe abbaut, als auch die Magen- und Darmschleimhäute pflegt. Das könnte deinem Hund gut tun. Leider ist das mit der Deklaration echt eine schwierige Angelegenheit. Viele, wenn nicht gar fast alle Futtermittelhersteller deklarieren nur, was sie unbedingt müssen. Kürzlich habe ich auch bei einem angefragt, wegen diversen Nährstoffangaben. Die haben mir glatt geschrieben, das ständ nicht drauf, weil es ja nicht müsste … “Hallo?? Vielleicht sollte euch die Information eurer Kunden am Herzen liegen??” … hab ich mir da gedacht … Aber, ist halt leider so …
      Für deinen Hund alles Gute und falls du meinen Artikel dazu noch nicht gelesen hast: Du wirst sowieso nie das richtige Futter finden :-D http://www.lucieshundefutterblog.de/warum-du-fuer-deinen-hund-niemals-das-richtige-futter-finden-wirst/
      Liebe Grüße
      Anke

  6. Hallo Anke,
    ja, Hirtengold lässt in Werne produzieren bei Paribal.
    Das habe ich hier erfahren: http://leswauz.com/2015/08/29/der-grosse-hundefuttertest-teil-2-welche-marken-kann-ich-empfehlen/
    Kommentare von Susanne, Stefan Teske, Rebecca und Sarah. Zeitraum 06.03.-23.03.2016
    Ich habe zuerst das Hirtengold gehabt. Und wie gesagt nach einer Woche wollte mein Simba das nicht mehr fressen. Dann habe ich Paribal bestellt. Das hat er auch erst mit Begeisterung gefressen, die Begeisterung hat aber auch schon nachgelassen.
    Ich bleibe jetzt erst mal dabei. Ich darf auch nicht mehr so oft wechseln, wegen der Darmentzündung.
    Ich bleibe jetzt erst mal bei Paribal und Hirtengold.

    Ich habe auch kürzlich bei einem Hersteller angefragt wie ist die Prozentuale Verteilung vom Fleisch im Futter. Die haben mir geantwortet original:
    Bei diesem Produkt haben wir die genaue % Angabe aufgrund des Rezepturgeheimnisses nicht vollständig angegeben.
    Es ist aber natürlich ähnlich wie bei unseren anderen Fleischvariationen, da der Muskelanteil den höchsten Anteil enthält und die Innereien den für den Hund am Bedarf orientiert passenden Anteil.
    Es ist wirklich sehr schwer ein “super Futter” zu finden… leider… :-( Vor allem wenn man so einen mäkeligen Wauzi hat wie ich :-)
    Vielen Dank für deine Wertvolle Tipps! Ich habe bei dir auf der Seite gelesen, dass man auch den Zeolith für Entgiftung geben kann.
    Habe bisschen recherchiert und würde gerne das meinem Hund geben, da er auch viel Antibiotika und auch Panakur (Giardienbefall) bekommen hat.
    Kannst du mir helfen mit der Dosierung? Mein Simba wiegt 2,5 Kilo?
    Mit Pansen, Blättermagen, Buttermilch und Jogurt ist es schwer, weil er das alles nicht frisst:-(
    Zurzeit bekommt er jeden Tag zusätzlich zum Futter:
    Kanne Enzym-Fermentgetreide, Komplement Sensitiv – Ohne Bierhefe & Blütenpollen von Pernaturam und Anibio Darm Probiotic.
    Zurzeit geht es Simba schon viel besser. Er hat wirklich halbes Jahr gelitten. Ich war fast jede Woche beim Arzt/Tierklinik. Keiner konnte mir sagen was er wirklich hat. Die Giardien wurden auch per Zufall gefunden…. Und die Viecher haben natürlich böse Folgen hinterlassen: Dünndarmentzündung mit bakterielle Besiedlung des Dünndarmes und total zerstörte Darmflora. Das alles hat dann ein Arzt festgestellt. Zum Glück, nach lange Suche, bin ich bei ihm gelandet….

    Vielen lieben Dank für deine tolle Unterstützung!
    Liebe Grüße
    Galyna

  7. PS: Sorry für mein Deutsch und die Fehler, bin Ausländerin :-)

    • Hallo liebe Galyna,

      dein Deutsch liest sich sehr gut, mach dir keine Sorgen :-D

      Was du nach meiner Meinung so alles machen solltest, ist recht umfangreich und schwer in einem Kommentar unterzubringen. Im “Groben” würde ich dir raten, systematisch vorzugehen. Das heißt Ausschlussdiät (zur Beruhigung vor allem), eventuell mit Schonkost anfangen, ausgiebige Darmsanierung (ist der Brottrunk ja schon ein Anfang, ich bin mir aber trotzdem nicht sicher, ob er aufgrund des enthaltenen Getreides wirklich optimal ist), Entgiftung (das wäre das Fangocur, ebenso wie Zeolith, das Fangocur ist nur etwas “beruhigender”). Bei einem so kleinen Hund würde ich dir raten, tgl. einen halben TL Zeolith oder eben Fangocur mit etwas Wasser verrühren, ca. 1/2 Stunde stehen lassen, dann zum Futter geben. Außerdem natürlich Entzündungshemmer in den Futterplan einbauen und Immunsystem weiter stärken.

      Und wow … die Info zur Produktionsstätte von Hirtengold. Ich wusste das nicht und man findet auch nirgends einen Hinweis in diese Richtung. Schon irgendwie nicht so schön …

      Liebe Grüße
      Anke

  8. Na, dann bin ich ja beruhigt :-)

    Schonkost haben wir schon hinter uns. Es war und ist mit Schonkost bei uns sehr schwer. Ich habe selber gekocht und alles püriert, und er müsste dann in kleine Portionen mehrmals am Tag das alles bekommen, was er natürlich nicht wollte… Ich habe ihn dann drei mal am Tag mit dem Löffel gefüttert, weil ich konnte und auch nicht wollte ihn hungern lassen. Er war ja schon von der Krankheit sehr angeschlagen und dann auch noch hungern… Konnte ich nicht zulassen. Obwohl es hat ihm natürlich auch nicht gefallen, dass ich ihn dann zwangsgefüttert habe…
    Zum Beispiel der Hund meiner Schwägerin stand schon in der Küche während ich das alles vorbereitet habe und hat gebettelt, und meiner hat sich schon ein Versteck gesucht, weil er genau wusste, dass er jetzt gefüttert wird…

    Alle Zusätze muss ich ihm auch heute und jeden Tag mit Löffel direkt in den Maul geben. Wenn ich das alles unter das Futter mischen würde, wird er das Futter mit Sicherheit nicht anrühren. Du merkst schon, mein Simba ist echt ein Mäkler. Aber ich liebe ihn trotzdem über alles :-), auch wenn ich sehr oft mit den Nerven am Ende war und wusste nicht mehr weiter.
    BARF hat bei ihm nicht funktioniert, weil er sich dann nur Fleisch rausgesucht hat. Gemüse und Innereien wurden nicht gefressen. Und wenn das alles richtig gemischt war, so das er nicht raussuchen konnte, hat er einfach nicht gefressen….
    Mit selber kochen war auch so ähnlich, Fett wurde abgeknabbert und Fleisch nicht gefressen usw……

    Vielleicht bin ich auch daran schuld, was das Futter angeht. Er ist mein erster Hund und ich wusste nicht besser. Ich habe aber schon sehr viel gelernt und lerne auch gerne immer dazu.
    Bei uns gibt’s auch nicht Teller hinstellen und er frisst sofort, kennen wir nicht…. Puhhh… Echt schwer alles.

    Ich hoffe nur, dass ich irgendwie einen Weg finde, der für ihn am besten und vor allem Gesund ist. Und daran arbeite ich gerade sehr intensiv.

    Deshalb bin ich sooooo dankbar für Menschen wie du. Deine Seite ist super informativ und sehr interessant. Vielen Dank dafür! Ich bin für alle Tipps sehr dankbar. Ob ich alles bei Simba anwenden kann, gucke ich dann.

    Vielen lieben Dank!
    Liebe Grüße
    Galyna

  9. Hab noch was vergessen.
    Entzündungshemmer. Was kann ich da nehmen? Ich gebe zur Zeit noch jeden Tat 6 Tropfen Nachtkerzenöl. Reicht das als Entzündungshemmer?
    Vielen lieben Dank!

    • Na, das sind ja Geschichten :-D … Es ist immer gut, wenn man selber bereit ist, zu lernen, das ist der allerbeste Weg. Klar, so wie du schreibst, hast du dir den Mäkeler mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit großgezogen. Ist aber auch schwer, sowas aus der Ferne zu beurteilen. Mein Teriier war auch mal ein Mäkeler, mittlerweile frisst er alles, es gibt also noch Hoffnung :-D … Hab da auch einenArtikel zu, weiß nicht, ob du den schon gelesen hast. Vielleicht hilft das ein oder andere ja noch: http://www.lucieshundefutterblog.de/hilfe-mein-hund-frisst-nicht/ Nachtkerzenöl ist eher kein Entzündungshemmer, da sind die Omega-6-Fettsäuren drin und quasi keine Omega-3-Fettsäuren, welche einem Entzündungsgeschehen entgegen wirken. An Ölen eignen sich vor allem Fischöl und Leinöl. Außerdem sind Heidelbeeren sehr gut (getrocknet)oder auch Kamille. Die Liste ließe sich erweitern …
      Liebe Grüße
      Anke

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*