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Hilfe!! Giardien im Hund!!

Jemand im Sprechzimmer beim Tierarzt sagt das Wort „Giardien“ und alle halten die Luft an! Panik steht in den Augen der Tierbesitzer geschrieben! Giardien, NEIN, die will keiner haben!!

GiardienGiardien sind gefährlich!

Aber sind Giardien denn wirklich so schlimm, wie ihr Ruf? Und wieso bekommt Hund die überhaupt? Was kann man tun, um sie wieder loszuwerden? Oder noch besser, um sie gar nicht erst zu bekommen? Und wo bitteschön kommen die überhaupt her? Diese Parasiten!

Giardien zählen zu den sogenannten Endoparasiten. Das bedeutet in Laiensprache, sie sind Schmarotzer. Schmarotzer leben von einem anderen, meist größeren Organismus. Diesen Organismus bezeichnet man als Wirt. Und die Endoparasiten leben sogar im inneren des Organismus, eben wie diese Giardien, die wiederum zu den sogenannten Einzellern gehören und winzig klein sind.

Giardien leben, wie schon gesagt im inneren eines Wirts. Dieser scheidet einen Teil irgendwann über den Kot aus. Da die ausgeschiedenen Giardien sich in einer Schutzhülle befinden, können sie auch ohne Wirt sehr lange überleben, bis zu mehreren Monaten. Viele tragen Giardien in sich, auch Menschen. Und da die Giardien quasi Überlebenskünstler sind, findet man sie fast überall.

Ansteckungsgefahr

Dass sie fast überall sind, trotzdem aber längst nicht jeder Hund Krankheitssymptome entwickelt (obwohl weitaus mehr infiziert sind, als erkranken), zeigt einen sehr wichtigen Aspekt in der Giardien-Prophylaxe. Es ist nämlich fast nicht möglich, mit diesen nicht in Kontakt zu kommen.

Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle. Ein gesunder und starker Organismus ist durchaus in der Lage, diese Giardien in Schach zu halten, ähnlich wie bei einem Wurmbefall. Er entwickelt dann keine Symptome, kann allerdings natürlich zur Infizierung anderer beitragen, da auch er die Giardien natürlich ausscheidet.

Durchfall

 

Giardienbefall und Giardienerkrankung (Giardiose)

In dem Artikel über Würmer habe ich den Unterschied zwischen Befall und Erkrankung schon einmal beschrieben. Wenn der Hund Symptome zeigt, wie z.B. stinkigen Kot (ja, ich weiß, eigentlich stinkt der ja immer, aber dann stinkt er eben besonders), chronische Durchfälle aber auch sehr wechselhaften Kot, laute Darmgeräusche, Übelkeit und Erbrechen, können Giardien der Grund sein.

Schulmedizin

Die schulmedizinischen Therapie erfolgt mit Mitteln wie z.B. Fenbendazol oder auch Metronidazol. Allerdings sind solche Mittel keine Garantie dafür, dass die Giardien verschwinden, es haben sich mittlerweile resistente Stämme gebildet. Die kleinen Einzeller kommen dann häufig nach kurzer Zeit wieder zum Vorschein, zumal diese Mittel nicht gerade einen günstigen Einfluss auf das Immunsystem haben.

Alternativen

Der Grund, wieso es zu einer Erkrankung kommt, ist ein geschwächtes Immunsystem. Es gilt also zunächst einmal zu überlegen, wo die Schwachstelle sein könnte und diese zu beseitigen. In Frage kommt z.B. eine schlechte Ernährung, auch Stress kann ein Auslöser sein, oder sogar die Läufigkeit einer Hündin (in der Zeit der Läufigkeit und kurz davor/danach sind Hündinnen anfälliger für Krankheiten und Co). Ebenso kann (durch zuviele Medikamentengaben und Schadstoffbelastung) die Darmflora in einem schlechten Zustand sein oder eine mangelhafte Nährstoffversorgung ursächlich sein.

Über die Ernährung kann man nun sowohl das Immunsystem stärken, als auch ein ungemütliches Milieu für den Parasiten schaffen. Die Ernährung sollte ausgewogen sein und auf Kohlenhydrate sollte verzichtet werden, da diese die Giardien ernähren. Flavonoide in z.B. Äpfeln, Beeren, Sellerie, Broccoli Petersilie, Minze oder auch Salbei sollen wirkungsvoll sein gegen Giardien. Auch Kräuter wie z.B. Majoran, Thymian oder auch Oregano eigenen sich zur unterstützenden Behandlung von Giardien.

Hund trinkt aus PfützeHygiene

Auch diese ist wichtig, um eine Vermehrung in der Umgebung zu unterbinden. Wassernäpfe sollten täglich mehrmals frisch gefüllt werden und die Näpfe immer mit heißem Wasser gereinigt werden, der Hund sollte nicht aus abgestandenem Wasser trinken (Pfützen), Kotfressen sollte unterbunden werden und der Kot sollte aufgesammelt werden.

Was wirkt unterstützend gegen Giardien?

  • Kokosöl hat einen günstigen Effekt auf die Darmflora
  • Knoblauch hat eine antiparasitäre und immunstärkende Wirkung
  • Wermut wird auch Wurmkraut genannt, hat antiparasitäre Wirkung und unterstützt die Darmflora (auch andere Kräuter wirken antiparasitär, eine nützliche Kräutermischung ist Wurmweg von Hirtengold)
  • Morosche Karottensuppe unterstützt die angegriffene Magen-Darm-Schleimhaut und wirkt antibakteriell
  • Pre- und Probiotikum unterstützen die Darmflora und sind wichtig für eine ausgeglichene Ansiedlung der Darmbakterien
  • Flohsamenschalen haben eine reinigende Wirkung auf den Darm
  • Gemahlene Kürbiskerne haben eine antiparsitäre Wirkung und reinigen den Darm (hier sollte nach Gabe unterstützend eine Darmentleerung erfolgen)
  • Propolis wirkt ebenfalls antibakteriell (bei Hunden, die an Allergien leiden, kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, daher aufpassen!).
  • Kolloidales Silber tötet Bakterien ab (Scheinbar aber auch viele Gute, daher ist eine Darmsanierung nach der Gabe sinnvoll, außerdem sollte auf Qualität geachtet werden)

Die beste Variante ist es, auf mehrere Maßnahmen zu setzen. So kann man z.B. alle Mahlzeiten mit Kokosöl anreichern, mehrmals die Woche Knoblauch ergänzen, eine Kräuterkur machen, Probiotika kurweise ergänzen und in Abständen von mehreren Wochen mithilfe von gemahlenen Kürbiskernen und zur Entleerung Rizinusöl Darmenreinigungen vornehmen.

Darmsanierung

Für ein gut funktionierendes Immunsystem ist der Darm von großer Bedeutung. Es gilt, das Gleichgewicht zwischen den guten und schlechten Bakterien wieder herzustellen. Hier lassen sich z. B. Probiotika gut einsetzen. Auch Joghurt, Buttermilch oder Kefir eigenen sich gut zur Unterstützung.

Wenn nur Chemie hilft …

Sollte die Erkrankung mit diesen „harmlosen” Mitteln keine Besserung erfahren und du somit doch zu den Chemiekeulen greifen, ist danach auf jeden Fall ebenfalls eine gründliche Darmsanierung angezeigt. Sinnvoll ist auch, begleitend zur schulmedizinischen Therapie weitere Maßnahmen zu ergreifen, wie z.B. Kräuterkur, Immunsystem stärken, antiparasitäre Ergänzungen geben. Denn natürlich gilt es, einen erneuten Befall zu verhindern, indem man das Gleichgewicht  wieder herstellt und das Immunsystem ordentlich päppelt. Sonst sind sie wohlmöglich bald wieder da, die lästigen Besucher …

Hinweis zu den Texten

Alle meine Empfehlungen und Ausführungen wurden sorgfältig recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Im Einzelfall benötigt es immer auch die Betrachtung der individuellen Umstände und es muss entsprechend eine individuelle Vorgehensweise gewählt werden. Im Zweifelsfall sollte Unterstützung und Rat an entsprechender Stelle gesucht werden.

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Über Anke (158 Artikel)
Hallo, ich bin Anke, Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe hier über die Ernährung, aber auch weitere spannende Themen rund um Hunde. Auf www.anke-jobi.de biete ich individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.

46 Kommentare zu Hilfe!! Giardien im Hund!!

  1. Och nee, so was will ich nicht haben, das kannst du behalten. Also Kot von anderen Hunden futter ich auch nicht, der schmeckt doch gar nicht. Aber Menschenkot ist lecker, sag ich dir. Frauchen würde mich dafür zwar manchmal gerne erwürgen – natürlich nicht in echt – aber das ist mir egal. Aufsammeln von meinen Häufchen ist ja wohl Ehrensache und Äpfel futter ich auch gerne, aber erst wenn sie richtig, richtig, richtig reif sind, du erinnerst dich. Zum Glück hatte ich aber dieses Giardien-Problem auch noch nicht.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Hallo lieber Chris,

      wir hatten bisher auch noch nicht mit diesen Tierchen zu tun, muss man wohl auch nicht unbedingt :-D

      Und Äpfel mag ich auch sehr gerne, bekomm ich oft zum Frühstück, sehr lecker!

      Na, hoffen wir mal, dass die Geißeltierchen bleiben, wo der Pfeffer wächst, das ist ja weit weg ;-)

      Liebe Grüße und einen schönen Tag
      Anke und Lucy

  2. Die Tage erfahren wir hoffentlich bald ob meine Kleine Besuch von diesen Biestern hat.
    Ich bin mir gar nicht so sicher, wie schlimm ich das finden würde. Dann wüsste ich wenigstens was es ist und es ist wohl was, was sich noch recht gut behandeln lässt.
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Hallo liebe Miriam,

      wir drücken euch trotzdem die Daumen und Pfoten, dass es keine Giardien sind, obwohl dein Argument natürlich absolut verständlich ist. Am besten wäre natürlich für euch, es “renkt” sich alles so ein. Manchmal braucht sowas ja auch einfach ein bisschen Zeit …

      Liebe Grüße (auch an deine süße kleine)
      Anke und Lucy

  3. Vielen Dank liebe Anke für diesen tollen Beitrag
    zum Glück haben wir dieses “Problem” schon überstanden und es geht Rocco wieder gut

    kleine Ergänzung zur Ansteckung, es kann auch schon durch schnüffeln an Kot übertragen werden, wie es aussieht, Rocco frisst keinen Kot und trinkt auch kein abgestandenes Wasser

    ich gebe ihm jetzt auch Buttermilch, Joghurt hat er früher auch schon bekommen und er liebt beides
    Apfel oder Karotten, fein gerieben mag er auch gerne

    Danke nochmal für diesen Beitrag
    Angela & Rocco

    • Hallo liebe Angela,

      schön, dich auch hier mal zu lesen :-D

      Und auch schön, dass ihr es überstanden habt. Ja, klar, schnüffeln reicht schon (ohweia), das kann man aber nicht unterbinden, das wäre ja voll gemein … Die kleinen Geißeltierchen sind halt quasi überall :-(

      Wir drücken euch die Daumen, dass sie jetzt weg bleiben :-D

      Achja, und bitteschön gerne, dankeschön für die Anregung!!

      Liebe Grüße
      Anke und Lucy

      • Hallöchen Anke
        gelesen hab ich ja schon fast alles, was hier zu finden ist, nur geschrieben hab ich scheinbar noch nie was *in die ecke geh und schäm*

        Hätte ja noch viele Anregungen zu Themen, die mich Interessieren, aber ich will Dich nicht überlasten hihi

        liebe Grüsse
        Angela & Rocco

        • Bitte her damit, ich freu mich IMMER über Anregungen! ich schreibe ja hier schließlich nicht für mich, sondern für die, die es interessiert :-D (euch z.B.)

          Und wenn du noch mehr solche Anregungen hast, liebe Angela, freue ich mich sehr, wenn du sie an mich weiter gibst. Echt, ich find das super!!

          Liebe Grüße
          Anke und Lucy

          • Angela & Rocco // 29. Januar 2015 um 22:33 //

            ohmannoh, wo ist die zeit hingekommen??
            hab ganz oben mal geguckt bei “Typisch Hund”…..
            nun ja, hab eben eine Buchtipp bestellt und einiges gelesen, was in dieser Rubrik bei Dir steht
            Mit Rocco war ich auch draussen und er hat sein Abendessen bekommen

            was interessiert mich noch sehr?
            Alternativen zur Schulmedizin zB: was kann ich geben, wenn TA Antibiotika verordnet
            Wie kann ich bestimmte Krankheiten usw vorbeugen, aktuell Ohrenentzündung,
            hab schon Babyfeuchttücher gekauft, bin mir aber nicht sicher, wie oft ich damit putzen soll, mach es jetzt immer vorm schlafen gehn, ist das zuoft oder ist es ok. sollte ich fürs Innenohr auch irgendwas geben/machen?
            Zeckenabwehr interessiert mich auch sehr, ist zwar noch nicht aktuell, aber wird es bald wieder, denke ich
            immer wieder höre/ lese ich auch von Entgiften. wann ist das sinnvoll, was ist am wirkungsvollsten und natürlichsten
            hmm, es war noch mehr, aber das weiss ich jetzt nicht mehr alles, zudem ist es auch schon spät, seufz, sollte schon längst im bett sein gg

            bin sehr froh, das ich irgendwann, wodurch auch immer, wie weiss ich nicht mehr, auf deine seite gekommen bin.
            du schreibst sehr tolle artikel, die wirklich interessant sind und die auch ich als laie verstehe, schmeisst nicht mit fachausdrücken um dich, die eh fast keiner versteht lach

            vielen dank für Deine Geduld und die Zeit, die Du Dir nimmst um alles bestmöglich und leichtverständlich rüberzubringen

            liebe Grüsse und gute nacht
            Angela & Rocco

            PS: hoffe, es ist ok, das ich die Anregungen hier noch geschrieben hab, wenn nicht bitte gib mir bescheid

    • Toll Angela!! :-D da hab ich ja jetzt einiges, worüber ich in naher Zukunft berichten kann. Ich freue mich sehr, dass dir unsere Seite so gut gefällt!! Ist ein riesen Kompliment!! Dankeschön!! Die Zecken sind schon da, hab sie für dich mal “hoch geholt”. Kann man sich ruhig jetzt schon mit auseinander setzen …

      Zum Ohrensäubern noch: täglich ist etwas viel, vielleicht 1 mal die woche, oder sogar noch weniger. Am besten lässt du dir von deinem Tierarzt einmal zeigen, wie du das am besten machst. Man kann nämlich ruhig relativ tief reingehen mit dem Finger und auch weiter unten schön sauber machen.

      Ja, dann werde ich deinen Kommentar im Laufe der nächsten Zeit mal mit und mit “abarbeiten” :-D

      Liebe Grüße und schönen Freitag
      Anke und Lucy

      PS. Berichte unbedingt, wie dir das Buch gefällt …

  4. Mo kam als Welpe zu uns mit Giardien, das war kein Spaß. Er nahm ab statt zu und hatte mit 9 Wochen ca 5 kg – ein Berner Sennenhund in dem Alter sollte so etwa 8 Kilo haben. Er war kaum eine Woche bei uns und ich erinnere mich, dass der arme Kerl die ganze Nacht kackte. Ununterbrochen. Es waren ca 20 Haufen in 12 Stunden und ich weiß bis heute nicht, wo das alles herkam.
    Wir haben von Anfang an gebarft (die Züchterin aber nicht), waren dann beim TA und bekamen Metrodinazol. Zweithund Murphy musste natürlich auch mitbehandelt werden und wenn man im Internet so rumliest muss man ja alles auskochen, Hundebetten, Schlafplätze, Decken. Die TÄ sagte außerdem wir sollen die Hundepopos mit feuchten Tüchern abwischen und wenn der Hund in den Garten kackt das ganze mit Kalk bestreuen, das tötet die Giardien.
    Eine Freundin meinte dann, das sei alles völlig übertrieben, ihre hatten das auch schon. Sie gab mir das Rezept für Kräuterbuttermilch (Buttermilch, Thymian, Oregano, Majoran), die bekamen sie 3 Wochen mit ins Futter und nach 3 Wochen war der Spuk vorbei. Seitdem haben sie auch nie wieder was gehabt.

    • Hallo Susanne,

      dankeschön für deinen Erfahrungsbericht, ich finde es immer auch toll zu lesen, wie die einzelnen Erfahrungen so waren. Ich denke auch, wie deine Freundin, das ist alles sehr übertrieben. Das ist überhaupt diese ganze “Hygienegeschichte” in der heutigen Zeit. Der Organismus lernt ja nur, mit allen möglichen Bakterien usw. klarzukommen, wenn er “Trainingsmöglichkeiten” hat. Und wenn alles immer nur hygienisch rein sein soll, desinfiziert wird, nehmen wir diese Möglichkeit. Und wenn dann tatsächlich mal etwas kommt, ist der Organismus dem hilflos ausgeliefert. Auch die Sache mit den Züchtern, bzw. diesem ganzen Programm, was den Welpen da zugemutet wird, gleich in ihren ersten Lebenswochen, kann man sehr kritisch betrachten. Mittlerweile gibt es sogenannte ganzheitliche Züchter, die da sehr viel umsichtiger vorgehen. Wenn ich persönlich einen Welpen vom Züchter holen würde, käme für mich nur noch so ein ganzheitlicher in Frage. Durch die ganzen Dröhnungen haben die Hunde ja gar nicht die Möglichkeit, ein starkes Immunsystem zu entwickeln. Erfahrungen wie deine sind dann die Folge.

      Das Rezept für die Kräuterbuttermilch kenne ich auch, habe es aber nicht veröffentlicht, da ich nicht sicher bin, ob das irgendein Urheberrecht verletzen würde.

      Hoffe, in Zukunft ist das Giardien-Problem für euch erledigt :-D
      Liebe Grüße
      Anke und Lucy

      • Mo ist inzwischen 2,5 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit :-) Bei dem Rezept sehe ich keine Probleme, ich habe zumindest keine Quelle gefunden die behauptet, das sei auf ihrem Mist gewachsen ;-) Bei Rezepten ist es auch so, dass es reicht eine Mengenangabe leicht abzuwandeln, damit es als neues Rezept gilt. Aber das musst Du natürlich wissen, ist Deine Seite. Und Tante Google spuckt das Rezept ja auch aus, wenn man es wissen möchte.

        • Ja, ich bin dann doch bei so etwas lieber etwas vorsichtiger. Ist ja wie bei den Bildern auch, alles so eine Sache. Und wenn ich es nicht so genau weiß, lass ich es lieber. Ich habe ja auch das Rezept für die morosche Karottensuppe veröffentlicht. Da dachte ich mir dann aber (wie du schreibst) 1. geht der Urheber aus der Bezeichnung hervor und 2. ist es im Internet sowieso schon weit verbreitet. Naja, wie gesagt, grundsätzlich pass ich lieber einmal mehr auf …

      • Das man Hygiene auch übertreiben kann, sage ich meiner Freundin auch immer wieder. Ihr Hund und ihre beiden Katzen hatten jetzt innerhalb eines Jahres 3 oder 4 mal Giardien.
        und was macht sie? kocht alles aus, was geht, arbeitet mit Dampfreiniger usw.
        Tiere bekommen Antibiotika und danach Darmaufbau aber es ist ein Teufelskreis.
        wie bei Kindern, je steriler man alles hat umso anfälliger sind sie für Krankheiten.
        was war früher? da haben wir (ich zumindest noch) im garten gespielt, waren über und über voll mit erde und was weiss ich noch, abends unter die dusche und das wars hahaha
        kann mich nicht erinnern, das ich irgendwelche Allergien oder Krankheiten hatte :D
        liebe Grüße
        Angela

        • Ja, du hast recht, es ist ein Teufelskreis … Gerade hab ich wieder einen Artikel gelesen, da ging es um Allergien. Man unterdrückt quasi die Krankheit, indem man einfach die Symptome abstellt. Aber der wahre Grund für die Probleme bleibt unbeachtet und irgendwann geht es dann halt wieder los, manchmal auch an anderer Stelle … Was Hygiene betrifft, ja, ganz mein Reden. Ich bin sicher nicht dreckig, aber ich bin auch nicht pingelig. Und Desinfektionsmittel z.B., die kommen mir nicht ins Haus. Bei uns ist alles normal, wie du es auch beschrieben hast. Unsere Hunde werden übrigens nie gebadet (es sei denn einer hat sich mal in Rehpippi gewälzt, das stinkt so widerlich, dann geht es nicht anders). Erkältungen, Grippe oder andere Krankheiten sind hier eine Seltenheit :-D

    • Hallo Susanne
      Habe gerade aufmerksam ihren Bericht über Giradien durchgelesen,könnten Sie mir das Rezept für die Kräuterbuttermilch geben.
      Vielen Dank
      Andrea und Merle

      • Hallo Andrea,

        Da der Kommentar von Susanne schon etwas älter ist, denke ich nicht, dass sie das lesen wird. Ich kann dir die Frage aber auch beantworten.
        Rezept für Hund ca. 30 kg:
        3-4 EL Oregano
        3-4 EL Thymian
        3-4 EL Majoran
        Getrocknete Kräuter in 1/2 Liter Buttermilch rühren und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dann absieben.
        Den Hund zwei Tage fasten lassen und 4 x tgl. 2-3 EL von der Buttermilch geben. Vom 3. bis 7. Tag 3-4 mal täglich kleine Mahlzeiten Pansen mit 2 EL Buttermilch geben. Dann wieder normal füttern und immer 2 EL Buttermilch dazu geben für weitere 6-8 Wochen. Das Rezept stammt in dieser Form von Swanie Simon. Sie empfiehlt es bei leichtem Giardienbefall, ansonsten nur unterstützend.

        Hoffe, das hilft dir weiter …
        Liebe Grüße
        Anke

  5. Puh…..was ist denn da in deinen Kommentaren passiert? Ich musste erstmal ewig runterscrollen

  6. Yo, jetzt haben wir dieses Mistzeugs in unseren Därmen und dürfen die nächsten Wochen nur noch Fleisch und Obst, damit wir dann bald wieder richtig pupen können. Eigentlich ja eine klasse Diät, vor allem wenn man vorher auch nicht so viel anderes zum Fressi bekommen hat.

    Danke für diesen tollen und informativen Artikel: Nothelfer in der Not, sozusagen!

    Luna & Milow

    PS: Das war natürlich ein *spässchen*
    PPS: Das mit der Diät meinen wir, nicht das mit den Giardingsden … das war ernst, leider!

    • Hallo liebe Severine,

      och nee, blöde Viecher! Du kannst außerdem Knoblauch geben, das wirkt auch vertreibend. Und eine tolle Kräutermischung, die Giardien-widrige Kräuter beinhaltet ist “Wurmweg” von Hirtengold. Dann drück ich euch mal die Daumen, dass die “Gäste” schnell wieder verschwinden!

      Liebe Grüße und gute Besserung!
      Anke

  7. Hallo…wir haben gerade Giardien.. Hugo wird mit Panacour behandelt. Kann ich da jetzt zusätzlich noch etwas tun was evtl. hilft die Schmarotzer loszuwerden??? Danke!

    • Hallo liebe Valerie,

      Panacour entält den Wirkstoff Fenbendazol, den ich oben ja schon aufgeführt hatte, ist also die klassische Vorgehensweise. Du kannst auf jeden Fall weitere Maßnahmen ergreifen, die sowohl helfen können die Giardien loszuwerden, als auch, einen erneuten Befall zu verhindern. Dazu eignen sich alle von mir beschriebenen Maßnahmen.

      Liebe Grüße
      Anke

  8. Hallo, bei uns ist es grade auch aktuell :-( unsere Maus kam damit auch vom Züchter. Sie ist jetzt 14 Wochen und wird mit panacur behandelt. Haben extra Kohlenhydrate freies Futter bestellt, nach der Diät auf das Futter umgestellt das bekommt sie 3 mal täglich mit einem Löffel hüttenkäse! Der Kot is zwar oft aber ok…. Ich habe die ganze Zeit “Knoblauch” gelesen aber wieviel gebe ich ihr und in Pulver???

    • Hallo liebe Silvia,

      Knoblauch dosiert man wie folgt:
      – ½ frisch gepresste Knoblauchzehe für kleine Hunde
      – 1 frisch gepresste Knoblauchzehe für große Hunde
      – 3-mal wöchentlich unter das Futter mischen

      Manche raten davon ab, weil Knoblauch ab einer bestimmten Menge toxisch wirken kann. Ein Hund, der beispielsweise 20kg wiegt, müsste mindestens 20 Knoblauchzehen fressen, um die toxische Menge zu erreichen. Ich würde zu frischen Knoblauchzehen raten, weil diese noch alle Wirkstoffe enthalten. Fertigpräparate für Hunde enthalten außerdem häufig noch andere (sinnfreie) Bestandteile.

      Gute Besserung und liebe Grüße
      Anke

  9. Hallo,

    wir haben mal unsere Hunde auf Giardien testen lassen, die Proben wurden in ein Labor eingeschickt ( Schnelltest sind dafür nicht geeignet) und das Ergebniss war zum Glück negativ gewesen :)
    Es gibt heute nur ein Mittel auf dem Markt, was wirklich gegen Giardien hilft, das ist richtig teuer um die 60 € herum. Die anderen Mittel wie zum Beispiel Metronidazol haben keine Wirkung mehr… da kann man nur froh sein keine Giardien zu haben, das sind wirklich lästige Viecher !

    Lieben Gruß
    Kirsten

  10. Hallo,
    wie ist das eigentlich mit der Morosche Karottensuppe? Man soll doch bei Giardien keine Kohlenhydrate füttern. Aber gerade Karotten sind doch Kohlehydrate.

    • Hallo Steffi,

      Möhren haben nur sehr wenige Kohlenhydrate. Viele Kohlenhydrate sind z.B. in Reis enthalten oder in Getreide. Insofern überwiegen die Vorteile.

      Liebe Grüße
      Anke

  11. Ich hätte da eine Frage:
    Wie verhält es sich denn bei Äpfeln und Karotten wegen den Kohlenhydraten? Überwiegen da die positiven Effekte oder sollte man bei einem sehr starken Giardienbefall lieber auch darauf verzichten?

    • Hallo Veronika,

      der Anteil an Kohlenhydraten ist in Obst und Gemüse ja eher gering und Rohfasern spielen auch eine wichtige Rolle in der Hundeernährung. Und Äpfel enthalten ja z.B. Flavonoide, welche gegen Giardien wirkungsvoll sein sollen. Allerdings kommt es natürlich auf die restliche Fütterung an. Diese muss unbedingt ausgewogen und bedarfsdeckend gestaltet sein, um die Körperfunktionen optimal zu unterstützen. Denn der wichtigste Faktor ist ja dass das Immunsystem funktioniert.

      Liebe Grüße
      Anke

      • Hallo Anke,
        vielen Dank für deine schnelle Antwort!
        Hast du zu den Rohfasern vielleicht noch einen Link für mich, wo beschrieben wird welche und warum sie so eine wichtige Rolle spielen?
        LG Veronika

        • Hallo Veronika,

          Hier http://www.lucieshundefutterblog.de/obst-und-gemuese-muss-das-sein/ gibt es einen kleinen Einblick zum Rohfaseranteil (bzw. Obst / Gemüse) in der Hundeernährung. In erster Linie dienen die Rohfasern als Ballaststoffe und fördern so die Verdauungsvorgänge. Der Mindestanteil im Futter sollte bei 1,5 % im Erhaltungsstoffwechsel liegen, bei älteren Tieren sogar etwas mehr, bei jungen, laktierenden oder arbeitenden eher weniger. Auch die Kotkonsistenz kann Aufschluss darüber geben, ob der Rohfaseranteil optimal ist. Bei matschigem Kot ist er eventuell zu hoch, bei sehr festem vielleicht zu niedrig. Rohfasern dienen auch der “Ernährung” der Darmbakterien (die ja wichtig sind!). Auch hier ist es wichtig, keinen zu hohen Anteil zu füttern, da dies sonst zu einem “Ungleichgewicht” im Darmmillieu führen kann. Mehr habe ich jetzt spontan auch nicht dazu, falls ich noch etwas finde, gibt es noch einen Link :-D

          Liebe Grüße
          Anke

  12. Hallo,

    unsere Hündin hatte auch mal Giardien. Wir waren sehr erfolgreich mit Spartrix.
    https://www.smart-guides.de/hunde/giardien-beim-hund-spartrix-als-panacur-alternative/

    liebe Grüße

    • Hallo Leyhlana,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Carnidazol (Spartrix) ist ein Antibiotikum, insofern aus naturheilkundlicher Sicht sicher nicht das Mittel der Wahl. Durch ein Antibiotikum wird das Immunsystem weiter geschwächt, was ja eigentlich kontraproduktiv ist. Bei Tieren zur Lebensmittelgewinnung ist es außerdem verboten, was dann ja auch noch mal nachdenklich stimmen sollte ;-)

      Liebe Grüße
      Anke

  13. Hallo, wir haben einen kleinen Welpen von 14 Wochen mit Giardien. Die bekommt panacur und ich koche Schonkost für sie, d.h Buttermilch Gemisch, Hühnchen gekocht, kokosöl und Leinöl.
    Welches Fleisch füttert ihr denn und sollte es roh sein? Welche Menge bei einem 6-7 kg englisch Bulldog Welpen pro Mahlzeit? Danke für eure Hilfe! Glg Kaddi

    • Hallo liebe Kaddi,
      als Schonkost eignet sich Hühnchenfleisch gut. Die Gesamtfuttermenge sollte bei einem Welpen 4-6% vom Gewicht betragen. Ob du Fleisch roh fütterst, kommt auf verschiedene Fakten an, als Schonkost füttert man das Fleisch gekocht. Im Alter von 14 Wochen sollte der Welpe noch 3-4 Mahlzeiten am Tag erhalten.
      Weiterhin viel Erfolg bei der Bekämpfung der “Biester” …
      Liebe Grüße
      Anke

  14. Hallo, das sind ja gute Rezepte bei den Mistviechern.
    Was kann denn bei Verdacht auf neospora gemacht werden bzw wenn der Titer 1:50 ist?Lg Daniela

    • Hallo Daniela,
      ach ja, ich erinnere mich, das ist der Erreger, der dafür verantwortlich gemacht wurde, dass durch Hundekot in den Wiesen angeblich Aborte bei Rindern ausgelöst wurden (wurde aber, soweit ich weiß, widerlegt). Jedenfalls ist mein Eindruck, dass diese Erkrankung bei Hunden keine sonderlich relevante ist. Zumindest ist sie mir in keinem meiner vielzähligen Fachbücher bisher begegnet. Ich würde dir empfehlen im Anschluss einer schulmedizinischen Therapie einen ganzheitlichen Rundumschlag durchzuführen. Zu einer Erkrankung surch Erreger kann es nur kommen, wenn der Organismus und das Millieu sich nicht im Gleichgewicht befinden. Dazu gehört eine Optimierung der Ernährung, eine Samierung der Darmflora, ein Abbau vorhandener Schadstoffe und eine Prüfung aller weiteren Maßnahmen (z.B. ein zuviel an Chemie durch Medikamente, etc.) und entsprechende Angleichung. Nur mit diesem ganzheitlichen Konzept kann man eine Heilung auf Dauer erreichen.
      Liebe Grüße
      Anke

  15. Hallo Anke, danke für Deine Nachricht, wir sind dabei, dass Immunsystem zu stärken und auch die Darmflora zu behandeln. Anzeichen für die Untersuchung waren Muskelzuckungen während des Anfangs der Ruhephase, der ganze Körper zuckt, Epi ist ausgeschlossen. Für mehr Infos zu dem Thema
    http://www.kaisersbrunnen.de/Neospora-Caninum/neosporose-hund.htm
    Liebe Grüße
    Daniela

  16. Für mich geht die Liebe nicht durch den Magen, sondern durch den Darm.
    Eine Fastenkur wäre wohl ganz gut. Ob das mit einem Hunde zu machen ist?
    Ich empfehle einfach Joghurt zu essen. Joghurt ist für den Darm immer gut.
    Da braucht es keine spezielle Joghurts, wie z.B. Probiotika. Grüße

    • Hallo,
      ja, absolut korrekt. Allerdings reicht alleine Joghurt nicht aus, da muss man schon “tiefer in die Trickkiste greifen”. Es geht darum, dass Millieu im Darm wieder aufzubauen, den es besteht bei einem Befall mit Giardien definitiv ein Ungleichgewicht.
      Liebe Grüße
      Anke

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