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J. Meißmer Premium Tiernahrung

J. Meißmer Premium Tiernahrung

Bildquelle J. Meißmer Mushing Tours

Vor einiger Zeit habe ich die Tiergesundheitsmesse in Köln besucht. Das Hauptthema dieser Messe war Ernährung von Hunden und unter den vielen Tierheilpraktikern, Ernährungsberatern, Herstellern und Vertreibern von Tiernahrung, diversen Hundeleckereien und Nahrungsergänzungen, traf ich auch auf den Stand von Tanja Ehret und Jörg Meißmer.

Tiergesundheitsmesse 038Schon die ausgestellten Sachen ließen erkennen, dass sich das, was die beiden dort anboten, bzw. vorstellten, von den herkömmlichen Ernährungsvarianten abhebt. Und so war mein Interesse natürlich gleich geweckt.

Hundefutter J. MeißnerDie Musher

Seit 21 Jahren ist Jörg Meißmer schon Musher und bietet, mittlerweile zusammen mit Tanja Ehret, seit 2007 Trekkingtouren und Schlittenhundetouren in der Rhön an.

Auf den Hund kam Jörg eigentlich durch den Fußball. Er suchte einen Ausgleichssport zu selbigem und so wurde aus einem einzigen Hund, der ihn Anfangs “nur” beim Joggen begleitete, mit der Zeit ein großes Hunderudel von mittlerweile 24 Huskys.

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Bildquelle Jörg Meißmer

Tanja Ehret arbeitet seit 1999 mit Kindergarten- und Schulkindern in Österreich und bringt Kindern die Natur und erste Gruppenerlebnisse außerhalb von Schule, Kindergarten und Familie näher.

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Bildquelle Jörg Meißmer

Ein weiteres Angebot der Mushing-Tours sind nämlich Events und Veranstaltungen für Kinder, so z. b. ein Kinderhusky-Camp. Neben der Nähe zu den Hunden und dem Umgang mit ihnen, lernen Kinder bei diesen Events auch eine Menge über die Natur.

Hundenahrung von Mushern

So ein Schlitten- und Trekkinghund macht einen richtig anstrengenden Job und da ist eine gesunde, artgerechte und ausgewogene Ernährung natürlich elementar. Ein weiterer Anspruch ist aber ein ganz praktischer: wenn man viel unterwegs ist, muss das Futter leicht zu transportieren sein, einfach in der Handhabung und trotzdem jederzeit alles bieten, was Hund braucht.

Zur eigenen Problematik, ihre Hunde vernünftig zu ernähren, kamen immer wieder Anfragen von Kunden. Diese wollten von Tanja und Jörg Ratschläge, wie sie ihre eigenen Hunde vernünftig und leicht handhabbar ernähren könnten. Und weil der Markt einfach nichts hergab, was all diese Ansprüche erfüllt hätte und auch die Frischfütterung aus verschiedenen Gründen ausschied, entstand die Idee, ein solches Futter selber zu entwickeln.

Gesetzliche und andere Hürden

Auch wenn der Weg von der Idee zur Ausführung an sich gar nicht so schwierig war, dauerte es von der Idee bis zur entgültigen Umsetzung dann trotzdem noch fast ein Jahr.

Die Grundidee war, angelehnt an die Frischfütterung, Fleisch zu trocknen, zu häckseln und mit einem Obst-, Gemüse- und Kräutermix als eine Art Trockenbarf anzubieten. Natürlich musste eine Nahrung daraus entstehen, die absolut vollwertig war, also alles enthält, was der Hund braucht.

Die Rezeptur

Im ersten Schritt wurde eine Rezeptur entwickelt, die als Grundlage sowohl die eigene jahrelange Erfahrung, als auch Wissen aus fachmännischer Richtung enthielt. So wurde der Mix aus pflanzlichen Bestandteilen in Zusammenarbeit mit der Firma CdVet entwickelt. Hier waren die wichtigsten Kriterien die Sättigung und die Ausgewogenheit.

Nachdem die erste Hürde, also die der Zusammenstellung genommen war, ging es an die Produktion. Jeder, der ein Alleinfuttermittel für Tiere auf den Markt bringen möchte, muss sich natürlich an gesetzliche Vorgaben halten, auch im Hinblick auf die Produktion.

Die Produktion

Hier war die Hürde, eine Trocknungsanlage zu entwickeln, die nicht nur die Qualität des Futters erhält, sondern auch mit den Gesetzen konform geht. Eine weitere Hürde stellte die angeschlossene Biogasanlage dar. Durch den Einbau von Spezialfiltern in der Trocknungsanlage, die eigentlich für Labore gedacht sind, konnten auch diese Hürden dann genommen werden.

Meißmer 004Am Ende dieser Entwicklung steht nun ein Futter, das aus natürlichen, durch Trocknung schonend haltbar gemachten Zutaten besteht. Es werden keine künstlichen Nährstoffe zugefügt, da die natürlichen weitestgehend erhalten bleiben, dies haben auch Analysen ergeben.

Die Fertigung erfolgt in mühevoller Handarbeit und Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor für Tanja und Jörg. Bei den tierischen Bestandteilen wird mindestens auf Bio-Haltung geachtet.

Das Futter

Um als Alleinfutter gelten zu können, muss ein Futter alle Nährstoffe enthalten, die ein Hund braucht. Dabei ist aber auch zu bedenken, dass man nicht jeden einzelnen Nährstoff täglich braucht, sondern man diese Versorgung über einen längeren Zeitraum sehen muss.

Die Versorgung mit allen Nährstoffen ist hier sehr gut gelöst. Es ist alles drin, was Hund braucht. Jedoch ist die Versorgung bei den einzelnen Mahlzeiten unterschiedlich, da die Zutaten in lockerer und getrockneter Form enthalten sind. Alle im Futter enthaltenen Bestandteile können HIER nachgelesen werden.

Die aktuellsten Analysedaten:

Trockenmasse 97,76 %
Rohasche 5,52 %
Rohfaser 8,00 %
Rohprotein (durch den hohen Fleischanteil, ist das Rohprotein tierisch) 43,64 %
Rohfett 24,34 %

Meißmer HundefutterWie bei den Barf-Rationen machen die tierischen Bestandteile etwa 80% aus und die pflanzlichen etwa 20 %. Man gibt etwas Wasser zum “Trockenfutter” und lässt das ganze ca. 30 Minuten einweichen. Da keine Angabe zur Wassermenge auf der Verpackung ist, habe ich einfach so viel Wasser zugefügt, dass alles in etwa bedeckt war. Nach der vorgegebenen Zeit sah das Ganze so aus:

Meißmer HundefutterDen enthaltenen Pansen konnte ich definitiv riechen :-D . Die Hunde fanden das ganze ausgesprochen schmackhaft und haben wie immer kräftig zugelangt.

Alte Methoden

Trocknung von Nahrungsmitteln ist sowohl eine der ältesten Methoden als auch die schonendste zur Haltbarmachung. Die meisten Nährstoffe bleiben erhalten. Ein besonderer Vorteil ist auch, dass die Nahrung durch den Vorgang des Trocknens viel Gewicht verliert.

Aus diesem Grund ist das Premiumfutter geradezu prädestiniert für Reisen, besonders, wenn man z.B. wandern möchte und wenig Gewicht anstrebt. Oder wie bei Tanja und Jörg, für Schlitten- und Trekkingtouren. Und auch für Barfer ist es eine gute Urlaubs-Alternative.

Aber auch im normalen Alltag ist man gut bedient. Keine Dosenschlepperei, keine aufwändige Zusammenstellung der einzelnen Nahrungskomponenten.

Die Trockenmenge entspricht der 4-fachen Futtermenge. Der 1 kg Beutel entspricht also einer Futtermenge von 4 kg. Bei der Fütterungsmenge kann man sich an den Mengen orientieren, die auch beim Barfen empfohlen werden.

Das Fazit

J. Meißmers Premiumfutter ist als Alleinfutter für Hunde absolut empfehlenswert.

Ich persönlich habe damit auf jeden Fall schon mal ein Problem gelöst: nämlich das, welches Futter ich bei meiner geplanten mehrtägigen Wandertour mit Lucy (entweder noch dieses oder spätestens nächstes Jahr) dabei haben werde.

In Kooperation mit “J. Meißmer Mushing Tours

 

Hinweis zu den Texten

Alle meine Empfehlungen und Ausführungen wurden sorgfältig recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Im Einzelfall benötigt es immer auch die Betrachtung der individuellen Umstände und es muss entsprechend eine individuelle Vorgehensweise gewählt werden. Im Zweifelsfall sollte Unterstützung und Rat an entsprechender Stelle gesucht werden.

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Über Anke (158 Artikel)
Hallo, ich bin Anke, Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe hier über die Ernährung, aber auch weitere spannende Themen rund um Hunde. Auf www.anke-jobi.de biete ich individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.

6 Kommentare zu J. Meißmer Premium Tiernahrung

  1. Hallo Anke,

    vielen Dank für Deinen Test. Es ist so gut wie du das machst und wenn man(Frau) Fragen hat findet man auf deinem Blog bestimmt eine Antwort.

    Vielen Dank für Deine Mühe

    Gruß Geli

    • Hallo liebe Geli,

      freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt :-D … Und ja, ich denke, es gibt hier schon recht viele Infos und ich werde noch viele weitere folgen lassen … Macht mir auch wirklich Spaß!

      Liebe Grüße und bis bald …
      Anke

  2. Hallo liebe Anke, ich suche auch immer nach möglichem Futter für Mehrtagestouren und dieses hört sich schon sehr interessant an :)! Beim letzten Mal hatten wir Herrmanns dabei (das “Reh mit Kartoffel” Trockenmenü) und ich war sehr zufrieden damit. Vielleicht hast du ja mal Lust (und Zeit ;-) ) solche Art Futter mit Trockenfleisch (was ja gerne mal unter ‘Trocken-BARF’ u.ä. Begriffen läuft) zu vergleichen? Das fände ich superspannend! Liebe Grüße, Alexandra

    • Hallo liebe Alexandra,

      ja, werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen. Das Gute beim J. Meißmer Premiumfutter ist auf jeden Fall, dass mehrere verschiedene Fleischteile verarbeitet sind. So hat man die benötigte Abwechslung in einem Beutel ;-)

      Liebe Grüße
      Anke

  3. Hallo Anke,
    ich habe die letzten Monate gebarft, bin aber davon zur Zeit weg, weil mein Hund doch sehr viel Hände und auch mal das Gesicht ableckt, gerade bei meinem Neffen, daher wollte ich auf Trockenbarf umsteigen, weil mir das Risiko mit Bakterien durch Pansen etc. doch zu hoch sind. Ist dies denn auch beim Trockenbarf ein Risiko? Die Bakterien sind doch sicher auch noch vorhanden, wenn es schonend getrocknet wurde.

    • Hallo liebe Anke :-D ,

      ja, auch das getrocknet Futter wird Hitze ausgesetzt, das ist lt. Gesetz vorgeschrieben (allerdings weiß ich die Gradzahl nicht mehr)und ich denke, da werden die meisten Bakterien erledigt sein. Es werden allerdings sicher auch nicht alle Nährstoffe überleben. Ich persönlich halte das Bakterien – Risiko eher für gering. Ich habe selber Kinder, welche mit Hunden (und größtenteils Rohfütterung) aufgewachsen sind. Wichtig ist, gewisse Hygienestandarts einhalten. Allerdings, übertrieben werden sollte das auch nicht. Eine strerile Umwelt schadet eher als dass sie nutzt, weil der Organismus das “Training” braucht. Es gibt eine Untersuchung über Hundespeichel, daraus geht hervor, dass Menschen, die häufig von Hunden im Gesicht abgeschleckt werden, viel gesünder sind, als andere. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr. Am wichtigsten ist wohl, dass man darauf achtet, kein altes oder gar verdorbenes Fleisch zu füttern. Hunde können das zwar wohl vertragen, aber eben Menschen nicht immer und alles. Immer alles gut abspülen, nichts lange aufbewahren. Und bedenke, beim Kochen kommt man ja auch mit rohem Fleisch in Kontakt. Und – auch ein sehr wichtiger Punkt – es kommt auch sehr darauf an, dass man das Immunsystem trainiert, dann kommt es mit vielen Krankheitserregern sehr gut zurecht.

      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiter helfen …

      Liebe Grüße
      Anke

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