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Nährstoffe

Ausgewogene ErnährungHunde zählen, wie auch alle anderen Tiere, Menschen, Bakterien und Pilze, zu den heterotrophen Organismen (Pflanzen zählen zu den autotrophen Organismen). Sie müssen die benötigten Substanzen (für Leben, Wachstum, Fortpflanzung) mit der Nahrung zuführen.

Gebraucht werden zum einen Energie für den Betrieb des Körpers, zum anderen Baustoffe für Wachstum und Produktion. Diese werden mit den Nährstoffen aus der Nahrung geliefert und im Stoff- und Energiewechsel entsprechend umgewandelt.

Nährstoffe sind Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Nur Proteine können Baustofflieferant sein!

Weiter gibt es die sogenannten Wirkstoffe, die den Organismus zwar nicht “nähren”, jedoch wichtige Funktionen erfüllen, hierzu zählen z.B. die Vitamine.

Im Jahr 2013 wurden Ergebnisse aus Studien zum Thema Genveränderungen bei Haushunden veröffentlicht. Daraus ging u. a. hervor, dass Hunde es geschafft haben, sich im Zuge der Domestikation an die menschliche Ernährung anzupassen. Mit dem Aufkommen des Ackerbaus vor etwa zehntausend Jahren entwickelte sich sowohl bei Menschen als auch bei Hunden die Fähigkeit, größere Mengen Stärke zu verdauen und als Energiequelle zu nutzen. Das Leben von Mensch und Hund war schon vor tausenden von Jahren so eng verbunden, dass ihre Evolution, was die Ernährung anging, parallel verlief.

Die Ernährung sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein und folgende Nährstoffe enthalten:

Proteine:

Proteine, auch Eiweiß genannt, sind Energie und Baustoffe liefernde Nährstoffe, die für alle lebensnotwendigen Stoffwechselprozesse zwingend erforderlich sind und deren Grundbausteine die Aminosäuren bilden. Man unterscheidet zwischen pflanzlichen und tierischen Proteinen.

FleischDiese Unterscheidung ist insofern wichtig, da ein Protein zu seiner optimalen Verwertung den körpereigenen möglichst ähnlich sein sollte. Aus diesem Grund können pflanzliche Proteine von Tier und Mensch nicht so optimal verwertet werden, wie tierische. Bekannt sind 20 – 22 Aminosäuren, von denen für den Hund nur 10 essentiell sind, da er diese als Zufuhr benötigt. Die restlichen kann er selber aus anderen synthetisieren.

Fette:

Fette (Lipide) gehören zu den wichtigsten Energielieferanten des Organismus und liefern essentielle Fettsäuren. Diese sind wichtiger Bestandteil der Zellmembranen und gewährleisten die Absorption der fettlöslichen Vitamine A, D, E, und K.

Kohlenhydrate:

Kohlenhydrate zählen zu den Energie liefernden Nährstoffen und können vom Hund nur zum Teil verwertet werden. So sind die Strukturkohlenhydrate der Pflanze, die Pflanzenfasern (Rohfasern), absolut unverdaulich für den tierischen Organismus, da ihnen (wie allen Säugetieren) das Verdauungsenzym Cellulase fehlt.

Pflanzenfresser machen dieses Defizit durch bestimmte Mikroorganismen wett, die sie in ihrem Verdauungstrakt bewirten. Im Verdauungstrakt von Fleisch- und Allesfressern sind jedoch nur wenige dieser Mikroorganismen bewirtet.

Rohfasern bilden z.B. Ballaststoffe, welche wiederum den Füllungsdruck im Darm beeinflussen und die Darmbewegung fördern.Rohfasern beeinflussen so auch das Sättigungsgefühl. Da sie jedoch nicht unbedingt verdaulich sind, bedeutet satt längst nicht gut versorgt. In diesem Zusammenhang gibt es noch die physiologische Sättigung, die bedeutet, dass der Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. Diese Meldung erfolgt über das Gehirn.

Es kann also durchaus sein, dass ein unterversorgter Organismus ständig Hunger meldet, obwohl der Magen voll ist. Manche Hunde vertragen Kohlenhydrate nicht so gut, bzw. reagieren z.B. durch wiederkehrende Pilzerkrankungen (Kohlenhydrate wandeln sich in Zucker um und “nähren” die Pilze) wie z.B. die berühmt / berüchtigten Malassezien.

Vitamine:

Vitamine sind essentiell, also lebensnotwendig und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie werden zwar nicht als Energieträger benötigt, jedoch für andere lebenswichtige Funktionen. Sie sind für Wachstum, Erhaltung und Fortpflanzung erforderlich, werden jedoch nur in kleinsten Mengen benötigt.

Vitamine für HundeEine Überversorgung (Hypervitaminose) kann genau so schlimm sein, wie eine Unterversorgung. Vitamine sind organische Verbindungen, die biologische Vorgänge im Organismus regulieren. Es wird unterschieden zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen. Hier ist auch wichtig, dass eine Unterscheidung im Abbau besteht.

So werden Überschüsse wasserlöslicher Vitamine mit dem Urin ausgeschieden, Überschüsse fettlöslicher jedoch nicht. Diese werden meist in der Leber gespeichert und können zu Erkrankungen führen. So ist z.B. eine übermäßige Fütterung von Leber / Lebertran im Bezug auf den sehr hohen Vitamin – A – Gehalt bedenklich.

Mineralien:

Mineralien, auch Mineralstoffe genannt, sind lebensnotwendige nicht organische Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann und die deshalb mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Mineralstoffe werden in Mengenelemente (Konzentration im Körper mehr als 50 mg/kg, z.B. Magnesium) und Spurenelemente (Konzentration von weniger als 50 mg/kg Körpergewicht, z.B. Zink) aufgeteilt.

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Über Anke (143 Artikel)
Hallo, ich bin Anke, Ernährungsberaterin für Hunde, Naturheilkundlerin und schreibe hier über die Ernährung, aber auch weitere spannende Themen rund um Hunde. Auf www.deinfuttercheck.de biete ich individuelle Ernährungsberatung für Hunde an.

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